
Mechanik des Wassers und der Zeit Fotoausstellung

Synopsis
Diese Arbeit versteht sich nicht als dokumentarische Reportage der Fabrik, sondern vielmehr als ein dekonstruktivistischer visueller Entwurf derselben. Sie nähert sich ihr aus einer weniger offensichtlichen und kreativeren, weniger unmittelbaren und entropischeren Perspektive. Sie zeigt, was mit bloßem Auge unmöglich zu sehen wäre. Alles, was einst entworfen wurde, um zu funktionieren, spielt heute offen seine Rolle, wenn auch unästhetisch und diskret an einem (vielleicht) unzugänglichen Ort. Nichts darf in einem so komplexen Ingenieursystem wie einem Industriekomplex vernachlässigt werden. Es gibt keine Scheu, ein vernachlässigbares Detail oder einen Mechanismus aus einer anderen Zeit zu zeigen. Alles ist Teil dieser Mechanik und alles ist Teil dieser Arbeit.









Beschreibung
Die Idee, die Industrieanlage von Água de Monchique zu fotografieren, entstand, als ich anfing, nach einem vielfältigen Thema in Bezug auf visuelle Komplexität und auch mit einer Art von Bewegung zu suchen.
Der Titel „Mechanik des Wassers und der Zeit“ bezieht sich einerseits auf den Produktionsmechanismus selbst in seinem industriellsten und systematischsten Charakter und andererseits auf die Komplexität, der uns die Zeit unterwerfen kann. Ohne eine kontrollierte Nutzung dieser Zeit wäre es unmöglich gewesen, einige der gezeigten fotografischen Effekte zu erzielen. Sie ist der Faktor, der der Mechanik des Wassers den Rahmen gibt und alle inhärenten Prozesse relativiert.
Fotografieren ist die Kunst, sehen zu können, um zeigen zu können. Ein Foto hat keinen Ausdruck oder keine Bedeutung, wenn es nicht gesehen und inhärent interpretiert wird. Der Fotograf hat nicht nur die Aufgabe zu beobachten und festzuhalten. Er ist angetrieben, seine Kreation zu zeigen, als ob es sich um eine Ursache-Wirkungs-Beziehung handeln würde. In diesem Prozess infiziert er das Bild mit seiner eigenen Subjektivität. Es ist etwas Untrennbares in der Kunst der Fotografie.
Diese Arbeit wurde zwischen dem 6. und 30. April 2019 in der Ausstellungsgalerie der Biblioteca Municipal José Mariano Gago in Olhão ausgestellt und später vom 19. August bis zum 30. September 2019 im Ausstellungsraum der CCDR Faro. Die besagte Ausstellung umfasste 23 Fotografien im Format 75×50 (cm), gedruckt auf Dibond-Aluminium.
Diese Ausstellung war auch bei der Präsentationsveranstaltung der neuen Glasserie in der Fundação Oriente am 26. FEB 2020 zu sehen.





Pedro Queiroga | © Alle Rechte Vorbehalten | Datenschutzrichtlinie
2016-
